Einzelhandelsdiskussion – Niederberg wird zum Spielball der Politik

Seit Monaten wird die Diskussion um den geplanten Einzelhandel auf Niederberg kontrovers geführt. Auf der einen Seite jene Lokalpolitiker und Bürger, die meinen sich für die Stärkung der Dorfzentren Vluyn und Neukirchen auszusprechen, auf der anderen Seite die Niederberger, die mittendrin gelegen an das erinnern, was man ihnen beim Erwerb ihrer Baugrundstücke zugesagt hat: Einen Lebensmitteleinzelhandel auf der Gewerbefläche. Auch Niederberg liebt LebensmittelDie Krux an der Sache: Für die in einem Gutachten aus 2006 insgesamt verfügbaren 800 Quadratmeter Gesamtfläche lässt sich erwartungsgemäß nach heutigen Kriterien kaum ein Investor locken, haben sich doch die Kaufgewohnheiten und Kundenansprüche an die optische Anmutung mit breiten Gängen und an eine entsprechende Sortimentsauswahl geändert. Eine Lösung erscheint zunehmend schwierig.

Schlagabtausche, in denen die verschiedensten Argumente der Befürworter und
Gegner einer zeitgemäßen Lebensmittelansiedlung angeführt wurden, gab es schon zu Genüge: Im Ausschuss für Stadtentwicklung, bei Gesprächen des Niederberg-Netzwerkes mit der Stadtveraltung und zuletzt im Dezember 2014 beim NRZ-Lesercafé. Vorreiter in der jüngst aufgeflammten Diskussion sind CDU-Fraktionschef Markus Nacke und sein Vize Heiko Haaz, die sich nun ganz offiziell gegen eine grundsätzliche Größenausweitung sowie eine Flächenergänzung z.B. für einen Getränkehandel aussprechen.

Die beiden Politiker glauben sicher nicht, dass die Nachfrage für eine großzügige und moderne Einzelhandelniederlassung in Form eines Vollsortimenters auf Niederberg zu gering sei! Die Attraktivität der Gewerbefläche für Pendler scheint schließlich gegeben: Unweit der A40 und der Verbindungsstraße L476 nach Kamp-Lintfort gelegen, mit einer guten Option für verfügbaren Parkraum, dazu noch ideal zwischen den beiden „Zentren“ Vluyn und Neukirchen gelegen, scheint die Kundennachfrage gesetzt. Mit dem heraufbeschworene Krisenszenario ist Nacke sicher nicht allein, stellt sich aber gegen die erklärte Zielsetzung seines Bürgermeisters Harald Lenßen, der just noch vor gut zwei Wochen gegenüber einer Niederbergerin bestätigte: „Ich setze mich für den Lebensmittelhandel auf Niederberg ein – das haben wir den Niederbergern versprochen!“ Und ihm ist auch klar, dass diese Lösung mit der Grundfläche von 800 Quadratmetern nicht zu bewerkstelligen ist. Was also soll das Ganze?

Ist das Ping-Pong-Gebaren Ausdruck eines schlechten Gewissens der Verantwortlichen, weil sie in den vergangenen Jahren das Dorfzentrum Neukirchen sich selbst überlassen haben und nun mit Aktionismus statt ausgereiften Konzepten begegnen, was wiederum Niederberg schadet, aber Neukirchen nichts nützt? Ist es der fehlende Weitblick mancher Akteure, die sie daran hindert sich vorzustellen, mit einer guten infrastrukturellen Entwicklung auf Niederberg der Stadt insgesamt zu neuer Attraktivität zu verhelfen und neue Kunden sowie Investoren aus umliegenden Städten zu gewinnen? Oder ist es gar das kurzfristige Denken bis zur nächsten Wahl, einhergehend mit dem Buhlen um zahlenmäßig überwiegende potentielle Wählerstimmen aus den alten Stadtteilen, gegenüber denen man die Wählerstimmer aus Niederberg und den angrenzenden Wohngebieten als nachrangig verbucht?

Denn eines dürfte, nein sollte den Verantwortlichen aus Rat und Stadt klar sein: Rund um Niederberg entsteht ein neuer Stadtteil in Neukirchen-Vluyn, der sich nicht „par ordre du mufti“ dem einen oder anderen Dorfzentrum zuordnen lässt, wenngleich manche Lokalpolitiker noch immer die bisherige Struktur aus zwei Dorfzentren und einem Nebenzentrum an der Ernst-Moritz-Arndt-Straße im Blick haben. Mit der Entwicklung auf Niederberg sollte man auch diese einer Überprüfung unterziehen – Städte verändern sich, Aufgabe der Politiker ist es, diesen Prozess vorausschauend und optimal zu begleiten und zu unterstützen.

Ob der immer wieder betonte Bindestrich seine verbindende Kraft zum Wohle der Stadt und seiner Bürgerschaft entfalten wird, hängt daher auch von den Verantwortlichen ab, die an ihren Taten und nicht an unverbindlichen Lippenbekenntnissen gemessen werden. Klar ist nur: Aus Sicht der neuen Bürgerinnen und Bürger auf Niederberg und ihrer Nachbarn wird das Hochhalten des Bindestriches zur Farce, wenn die berechtigen Bedürfnisse nicht ernst genommen werden und sie stattdessen zum Spielball der Interessen der alten Dorfzentren werden.

Medienberichterstattung zum Thema

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29.04.15 – www.derwesten.de – Absage an großflächigen Handel

29.04.15 – www.rp-online.de – CDU: Einzelhandel auf dem Niederberg-Gelände beschränken

14.04.15 – www.derwesten.de – Einzelhandel auf Niederberg bleibt Thema

Frühere Artikel (Auswahl)

22.11.14 – www.derwesten.de – Heimatvereine setzen auf die Ortszentren

25.09.14 – www.rp-online.de – Petition für Nahverssorger auf Niederberg.

15.07.14 – www.derwesten.de – Wirtschaft. Werbering Neukirchen-Vluyn trotz allem zuversichtlich

02.07.14 – www.derwesten.de – Stadtentwicklung. Geschäftszentrum Niederberg

 

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13 Kommentare zu Einzelhandelsdiskussion – Niederberg wird zum Spielball der Politik

  1. Timo Glantschnig sagt:

    Die CDU sagt laut RP-Bericht dazu: „Dort kommen viele Pendler vorbei.“ Die Wahrscheinlichkeit, dass diese auf dem Niederberggelände anhalten, um einzukaufen, sei groß.

    Man hat also Angst davor, dass Pendler auf Niederberg einkaufen und will lieber dass Pendler nach Moers, Kamp-Lintfort und Aldekerk durchfahren?
    Wie das im Interesse der Stadt Neukirchen-Vluyn sein soll erschließt sich mir nicht.

  2. Theodor Schulte sagt:

    Die CDU betreibt offensichtlich reine Klientelpolitik für bestimmte Geschäftsinhaber in den Ortsteilen Neukirchen und Vluyn. Eigentlich dürften bestimmte Mitglieder des Ausschusses nicht mit entscheiden, da es um eigene Belange geht.
    Wieso die Grünen und andere Parteien dieses Spiel mittragen, entzieht sich meiner Kenntnis. Meinen Dank an die SPD, die sich bisher als einzige Partei für die Interessen der Niederberger und der angrenzenden Mitbewohner südlich der Niederrheinallee eingesetzt hat.
    Es ist allerdings ein Fehler zu glauben, dass wir selbstbewußten Bürger/innen uns wehrlos wie Bürger/innen 2. Klasse in Neukirchen-Vluyn behandeln lassen.
    Die CDU „argumentiert“ mit überalterten Daten aus einem 9 Jahre alten Gutachten und nimmt wie ein trotziges Kind die Fakten des aktuellen Gutachten einfach nicht zur Kenntnis. Was nicht sein soll, dass kann eben nicht sein. Erst recht nicht in NV, wo sich Neubürger/innen gefälligst den Wünschen der Neukirchener und Vluyner Geschäftsleute anzupassen haben.
    Die Welt ist halt doch nicht eine Scheibe, auch nicht in NV.
    Wir werden uns schon Gehör verschaffen, ob mit Presse, Rundfunk oder anderen Medien.
    Selbstbewußt mit dem Anspruch auf eine hochwertige Nahversorgung, wie sie bereits in Vluyn besteht und auch mit Zustimmung der CDU in Neukirchen bald sein soll.
    Es gibt keinen Grund, die Menschen zwischen beiden Ortsteilen schlechter zu stellen.

  3. Reginald Schwarz sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass bei der Erwähnung des Wortes „Niederberg“ in der örtlichen Politik zum Teil ein Beißreflex einzusetzen scheint. Die Häuslebauer dürfen gerne bitte die örtlichen Handwerker beauftragen, die sich derzeit – und in naher Zukunft – auf volle Auftragsbücher freuen dürfen. Aber dann haben die „Niederberger“ ihre Schuldigkeit getan. Die versprochene Nahversorgung? Ja, haben wir mal drüber geredet, aber so wirklich ernst haben wir das nicht gemeint…

    Dabei geht es doch gar nicht nur um die Menschen auf dem Bindestrich. Auch der Südliche Teil von Neukirchen profitiert von einem Nahversorger, der die Größe eines ruhrgebietsüblichen Büdchens übersteigt. Das scheint die Politik in Teilen wohl zu vergessen.

    Und das man mit dem Gelände südlich der Niederrheinallee ein Filetstück an der Hand hat, um die Stadt mit einem tollen Konzept wirklich zusammenwachsen zu lassen, wird aus kurzsichtigen Gründen ignoriert. Hauptsache, die alte Konkurrenz zwischen Neukirchen und Vluyn erleidet keinen Schaden.

    • Timo Glantschnig sagt:

      Hallo Reginald,
      die Stadt Neukirchen-Vluyn lockt ganz offiziell auf Ihrer Homepage zukünftige Niederbergbürger mit dem Versprechen von Einzelhandel, Arbeit, Kultur und Gastronomie auf der Südfläche an.
      Zitat: „[…] Den größten Teil der Fläche soll in Zukunft ein neues Wohngebiet einnehmen. Nördlich der Niederrheinallee können Hunderte von Grundstücken entstehen. Das ehemalige Zentrum des Bergwerks soll auch die Mitte des „neuen“ Niederbergs werden: der zentrale Bereich. Mit Einkaufsmöglichkeiten, Wohnungen und Arbeitsplätzen, mit Freizeit- und Kultureinrichtungen und mit Gastronomie. […]“
      Stadt Neukirchen-Vluyn zu Niederberg
      Da man aber in NV alles als zentrenrelevant definiert hat, darf sich nicht mal ein Bäcker an der Niederrheinallee ansiedeln. Stattdessen wird es nur Lagerhallen geben. Schafft zwar keine Arbeitsplätze und erhöht auch nicht die Bindungsquote, aber dafür muss sicher auch kein bestehendes Geschäft mit einem Konkurrenten rechnen. Prima, dann können sich ja alle wieder hinlegen.

      • Reginald Schwarz sagt:

        Timo, da frage ich mal ketzerisch, wo denn das Zentrum von Neukirchen-Vluyn ist? In den 6 Monaten, in denen ich hier wohne, habe ich es noch nicht gefunden. Ja, es gibt Einkaufsmöglichkeiten in Vluyn. Sollte dort das Zentrum sein? Oder doch in Neukirchen mit dem LEIDER sterbenden Dorf? Macht es der dort geplante EDEKA zum Zentrum?

        Wenn auf Niederberg nur Lagerhallen und ähnliche Gewerbe hinkommen, verliert der Bindestrich die Bindung und verkommt zum Strich. Oder wär der auch zentrenrelevant?

  4. Bernd Kauffel sagt:

    Zunächst stand bei der Argumentation gegen Handel auf Niederberg der zentrenrelevante Aspekt im Vordergrund.
    Ein Bäcker konnte mit dieser Reglementierung bisher erfolgreich verhindert werden.
    Jetzt, wo durch ein vorliegendes Gutachten diese Argumentation teilweise entkräftet wurde,
    werden unkalkulierbare Sogwirkungen durch den möglichen Handel auf Niederberg als Drohszenario bemüht.
    Ziel scheint eine weitestgehende Demontage des Standorts zu betreiben, um mögliche Investoren auf Abstand zu halten.
    Bessere alternative Handels-Standorte sucht man in den sogenannten Zentren bisher vergebens.
    Über die Fläche der Nau-Bauten möchte ich an dieser Stelle nicht spekulieren…
    Stellt sich die Frage, was sich in der Mitte der beiden Orte ansiedeln soll?
    Kultur, Museum scheitert sicher an Geld und vielleicht an Nachfrage.
    Gastronomie – mir nicht bekannt und – ZENTRENRELEVANT!
    Logistikunternehmen? Schlachtbetrieb? Motorradtuner?
    Sichert das die zukünftige Attraktivität beider Orte und des Ortsteils?

    Ein nachvollziehbares Anliegen ist der Nahversorgungsbedarf in Neukirchen.
    Die Zukunft des Edeka-Marktes lässt sich aber politisch nicht erzwingen.
    Wenn das Unternehmen den Standort kritisch beurteilt und abzieht, dann wird auch ein verhinderter Markt auf Niederberg nicht helfen.
    Niederberg ist allerdings nicht weit von der Max-von-Schenkendorf-Straße entfernt, logistisch aber bisher nicht angebunden.
    Andererseits: Viele Familien die auf Niederberg gebaut haben tätigen ihren Einkauf, wenn im Ort, dann mit dem Auto in Vluyn.
    Getränke und Lebensmittel – auf dem Parkplatz trifft man sich beim Rangieren.
    Mit dem Fahrrad kann gegebenenfalls der Penny Markt in Neukirchen eine Alternative sein.
    Oder Aldi/Lidl in Vluyn. Der Edeka/Vluyn ist über die Niederrheinallee was für mutige Radler.

    Insgesamt ist die Situation derzeit nicht dramatisch negativ – jedoch:
    Im Hinblick auf die Zukunft wäre es eine tragisch verspielte Chance,
    den Standort mit kleinteiligem Gewerbe zu zersiedeln!
    Eine einzigartige Zukunftschance für beide Orte würde damit der Angst vor Veränderung zum Opfer fallen.

    Noch eine kritische Einschätzung zum Thema 600qm Handelsfläche aus dem Wikipedia-Artikel „Großflächiger Einzelhandel“:
    Großflächiger Einzelhandel

  5. Sabrina Glantschnig sagt:

     Ich sehe in Neukirchen-Vluyn keine attraktiven Einkaufsmöglichkeiten für den wöchentlichen Großeinkauf. Aldi und Lidl haben nicht das Sortiment. Der Edeka in Vluyn ist logistisch eine Katastrophe und der in Neukirchen hat quasi keine Parkplätze

    Wenn ich für die ganze Woche einkaufe ist der Einkaufswagen voll und ich brauche einen kurzen Weg zum Auto und ausreichend Platz zum Einladen, ohne dass ich mit meinem Einkaufswagen den Verkehr auf dem Parkplatz störe. Außerdem wären großzügig bemesse Parklücken schön (ja ich bin eine Frau!), damit andere beim Ein- und Aussteigen nicht meinen Wagen vermacken! All das finde ich beim Edeka Aldekerk! Außerdem ist der nur 10 Fahrminuten von Niederberg entfernt und man findet an den Parkplatz angrenzend einen Getränkemarkt, DM, Deichmann und Takko! Solange ich in NV keine vergleichbare Alternative finde werde ich meinen Einkaufswagen weiterhin in Aldekerk füllen und mich nur für Kleinigkeiten in die Schlacht um einen Parkplatz in Vluyn stürzen.

    In Aldekerk treffe ich übrigens auch immer wieder Neukirchen-Vluyner zum Quatschen!

    Ich bin in NV aufgewachsen und finde es sehr traurig, dass diese Chance für die Stadtentwicklung ungenutzt bleiben soll, weil einige Damen und Herren Angst vor der Zukunft haben. Vielleicht sollten wir noch eine Mauer um NV errichten und Zoll verlangen…

     

  6. Marc Grehl sagt:

    Es ist leider wie so häufig in der Politik, dass einige Politiker/Parteien den Zahn der Zeit nicht erkennen oder auch aufgrund von persönlichen Interessen/Verstrickungen nicht erkennen wollen! Ich persönlich fände es sehr schade, wenn trotz ständiger Versprechungen usw. auf Niederberg jetzt doch kein Vollsortimenter entstehen würde. Und bei 800 qm Fläche kann man davon ja nicht sprechen. Diese „Trinkhalle“ benötige ich nicht und werde diese auch nicht nutzen. Für Kleinigkeiten werde ich wie zur Zeit auch ein Aldi/Lidl nutzen und für Großeinkäufe das Kaufland in Kamp-Lintfort. Dort befinden sich neben Kaufland noch weitere interessante Einkaufsmöglichkeiten.
    Wenn die Stadt mein Geld nicht benötigt, soll es mir recht sein! Wie ja jeder weiß, schwimmt die Stadt N-V aufgrund fähiger Politiker ja geradezu in Geld!

  7. Klaus Bittmann sagt:

    …Bürgermeister Harald Lenßen erfreulich klar: “Wir haben den Häuslebauern auf Niederberg einen Nahversorger zugesichert; hier stehen wir – Politik und Verwaltung – gegenüber unseren Neubürgern im Wort.” Da werden wir ja erleben dürfen, ob „Politik“ und „zu seinem Wort stehen“ zusammenpassen. Ein bleibender Eindruck, besonders bei den aus anderen Städten zuziehenden Mitbürgern.

    Ich denke, dass für viele Bauherren und ihre Familien die versprochene Infrastruktur ein mitentscheidender Grund war, sich für’s Bauen auf Niederberg zu entscheiden. Gerade für Familien mit Kindern, die wir ja hier erfreulicherweise reichlich haben werden, ist eine nahe gelegene und vollumfassende Versorgung wichtig, denn auch Kinder gehen einkaufen. Ich stelle mir gerade vor, wie sich die Eltern fühlen, wenn die Kids die Niederrheinallee entlang und durch den Ortsteil Vluyn radeln.

    Wir machen heute einen großen Teil unserer Einkäufe in Aldekerk. Super Sortiment, Qualität, kein Parkplatzproblem. Wenn jetzt in unserer Nähe nichts Adäquates entsteht, wird es wohl auch in Zukunft dabei bleiben.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass Niederberger bei den Wahlen ihren Unwillen äußern.

  8. Wolfgang Wilms sagt:

    Die mehrfach getätigte Aussage von Herrn Bürgermeister Lenßen dass Nahversorger angesiedelt werden (auch ein Bäcker) hat uns zu dem Entschluß geführt, dass wir hier richtig liegen, wenn wir nun auch auf Niederberg bauen. Ich hoffe, dass wir diesen Entschluß nicht bereuen werden.

  9. Tina Röwer sagt:

    Ich stimme Sabrina zu. Im Augenblick gibt es in NV keine guten Alternativen für einen Großeinkauf. Gerade mit 2 Kindern braucht man großzügige Parkplätze um von beiden Seiten gescheit ans Auto zu kommen – hierfür ist der Parkplatz beim Vluyner Edeka nicht gut geeignet, vor allem nicht zu „Stoßzeiten“.
    Bei Lidl gibt es zwar Eltern-Parkplätze aber das Sortiment ist eher für einen kleinen Einkauf gedacht..
    Auch die Bäcker im Ort sind eher nur zu Fuß erreichbar, da es mit Parkplätzen davor ziemlich kriminell ist. Wer will schon 2 Kleinkinder auf der zugeparkten und vielbefahrenen Niederrheinallee aus dem Auto heben?!
    Daher weiche ich momentan auch sehr gerne nach Aldekerk aus oder tätige meine Einkäufe bei Real in Moers.
    Beim Grundstückskauf habe ich mich schon darauf gefreut entspannt übers Landschaftsband zum Einkaufen zu laufen oder auf dem Heimweg mal eben noch „gegenüber“ beim Bäcker zu halten.

  10. Sandra Linnemann sagt:

    Neukirchen-Vluyn existiert nun schon seit 1928, also seit sage und schreibe 87 Jahren. Trotzdem halten einige Nostalgiker immer noch verzweifelt an den getrennten Dörfern Vluyn und Neukirchen fest, obwohl jedem spätestens durch die Entstehung von Niederberg klar sein müsste, dass diese Zeiten endgültig vorbei sind.

    Auch ich fahre sehr oft aus Neukirchen-Vluyn raus zum Einkaufen, am liebsten nach Kamp-Lintfort zu Kaufland. Genug Parkplätze und eine entspannte Atmosphäre machen das EK3 attraktiv, außerdem sind weitere Einkaufsmöglichkeiten fußläufig zu erreichen.

    Aus dem internen Niederberg-Forum weiß ich, dass die Drogeriekette DM großes Interesse hat, in Neukirchen-Vluyn eine Filiale zu eröffnen. Leider findet sich keine geeignete Lokalität. Es wäre wirklich eine Katastrophe, wenn dieser Publikumsmagnet weg bliebe, nur weil die Stadt nicht in der Lage ist, ein Ladenlokal zur Verfügung zu stellen!

  11. Anne Henke sagt:

    Der Bindestrich verkommt zum Strich, ohne dass er überhaupt verbinden konnte.
    Diese Schwarzmalerei bezüglich eines Vollsortimenters ist doch einfach überflüssig und vor allem nur die Spitze des Eisbergs. Politisch wurde hier viele Jahre versäumt, etwas für die zwei Stadtteile zu tun. Was passiert, sieht man (oder ja eben nicht mehr) im Dorf Neukirchen. Da hat ein Edeka auf Niederberg herzlich wenig mit zu tun.
    Die Idee, ein attraktives, VERBINDENDES, zusätzliches Stadtteil zu schaffen ist nötig und mit der südlichen Zechenfläche ein perfektes Areal, um eben auch Touristen hierher (=Geld) zu bekommen.
    Aber man kann nicht beides haben. Das Unwort des Jahres lautet hier „Zentrenrelevanz“.
    Wer mag denn hier ein attraktives, kundenanziehendes Ladenlokal neu eröffnen? Bootszubehör?Campingbedarf? Terrarienbau? Sanitärprodukte? Autozubehör? Unter attraktiv verstehe ich etwas ganz anderes.
    Und so einfach kippt sich unsere Stadt eine mögliche Goldgrube selber wieder zu. Aus Angst vor neuem, und weil das Alte ja sooo gut funktioniert….
    Ein kleiner oder großer Vollsortimenter ist da einfach nur der Aufhänger.
    Und, by the way, die Niederberger sind vielleicht bevölkerungsmäßig in der Unterzahl, aber wer denkt denn an die Menschen, die hier noch leben? Betrifft es wirklich nur 1200 Niederberger? Was ist mit der alten Kolonie? Den Menschen aus Rayen, etc.?

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