Kaum aufgestellt – und schon ein Ärgernis!?

Seit gut einer Woche gibt es den neuen Briefkasten an der Dickschen Heide im Neubaugebiet Niederberg – eigentlich sehr zur Freude der Anwohner, die bereits für kleine infrastrukturelle Verbesserungen dankbar sind. Und aufmerksam sind sie auch, denn Testbriefe bewiesen: Zugesagte Leerungen erfolgten nicht. Sieben Tage lang. Ein Schildbürgerstreich?

Leere Zusagen und voller Briefkasten

Glaubt man dem Hinweis auf dem Briefkasten, wird dieser montags bis freitags um 16.15 Uhr und samstags um 11.00 Uhr geleert. Premiere sollte der 26.04.18 sein, am Tag nach dem Aufbau. So weit, so gut. Nun füllte sich die gelbe Box fleißig mit zahlreichen Kuverts. Einige davon wurden auf die Reise geschickt, um die innerörtlichen Zustellzeiten zu überprüfen. Hierzu gab es in der Vergangenheit bereits Unmut. Dabei fiel auf, dass die Briefe nicht beim Empfänger ankamen, der Briefkasten immer voller wurde.

Kundenservice mit wenig Serviceanspruch

Problem erkannt, Problem gebannt, dachte sich der eine oder andere Niederberger und rief beim Kundenservice der Deutschen Post AG an. So auch Theo Schulte. Mehrfach. Ergebnislos. Er und auch die anderen Anrufer erhielten teilweise irritierende Kommentare: Ein nicht geleerter Briefkasten sei kein Grund zum sofortigen Handeln, hieß es am 30.04. gegen Mittag. Man möge sich wieder melden, wenn der Briefkasten überquillen sollte. Außerdem habe die Post vertragsgemäß bis zu sieben  Tage Zeit, einen Brief zuzustellen. Am Abend wurde die Überfüllung erneut gemeldet.

Einen sofortigen Handlungsbedarf oder die Notwendigkeit, die Beschwerde an vorgesetzte Stellen weiterzuleiten, sah man seitens der Mitarbeiter auch an den Folgetagen nicht. Selbst die gestrige Androhung einer Vorstandsbeschwerde begegnete die Hotline-Kraft mit gefühltem Achselzucken.

Aktion: “Wir sichern unsere Briefe”

Schulte, schon in der Vergangenheit ein Mann der Tat, wandte sich daraufhin per E-Mail an den Vorstand der Deutschen Post AG und kündigte für heute um 18 Uhr an, eine Nachbarschaftsaktion “Wir sichern unsere Briefe” zu starten. Er beabsichtige keinesfalls , “diese Briefe zu behalten, sondern der zuständigen Polizei zur Sicherstellung zu übergeben. (…) Trotz mehrfacher Bitte und Aufforderung weigert sich die Deutsche Post AG beharrlich, den oben genannten Briefkasten zu entleeren und ihrer
Beförderungspflicht nachzukommen”, hieß es weiter in seiner E-Mail.

Spät, aber immerhin: die erste Leerung nach gut einer Woche

Die Nachbarschaft, die Medien und die Polizei waren schon informiert, als plötzlich die Entwarnung kam: Der Briefkasten wurde heute erstmalig um geleert und sogar überpünktlich schon vor der angekündigten Zeit.

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2 Kommentare zu Kaum aufgestellt – und schon ein Ärgernis!?

  1. Anja Steinhoff sagt:

    Dürfen wir zuversichtlich sein, dass die Leerungen ab jetzt verzögerungsfrei verlaufen? Wir werden den neuen Briefkasten im Blick behalten. Genauso wie die Zustellung unserer Briefe. Versprochen, liebe Deutsche Post!

  2. Christian sagt:

    Der Briefkasten ist ja auch nur eine Attrappe, so wie das unsichtbare EDEKA Center auf der Südfläche

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